SkF Frankfurt: SkF feiert sein 125-jähriges Jubiläum
125 Jahre SkF Frankfurt: Mit Kraft und Mut für soziale Gerechtigkeit
Jubiläumsfeier verbindet historische Wurzeln mit dem Blick auf die Zukunft sozialer Arbeit
"Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Aber wir wissen, wofür wir stehen: für die Würde des Menschen, für Solidarität, für Teilhabe und Teilgabe, für Nähe und Verlässlichkeit." Mit diesen Worten richtete Geschäftsführerin Heike Sienel bei der Jubiläumsfeier den Blick auf die Zukunft. Der Sozialdienst katholischer Frauen Frankfurt e. V. (SkF Frankfurt) feierte am 24. September sein 125-jähriges Bestehen. Unter dem Motto "Gestern, heute, morgen: 125 Jahre SkF für soziale Gerechtigkeit" kamen fast 200 Gäste aus Politik, Kirche, Wohlfahrtspflege, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Mitarbeiter:innen und langjährige Wegbegleiter:innen zusammen.
"125 Jahre SkF Frankfurt - das sind 125 Jahre Kraft und Mut", betonte Heike Sienel in ihrer Begrüßung. Diese Kraft und dieser Mut seien auch heute notwendig, um Veränderungen anzunehmen und neue Antworten zu entwickeln.
"Mit Rat und Tat" - damals wie heute
Zum Auftakt der Feier erinnerte Vorstandsvorsitzende Brigitte Weber an die Geschichte des SkF Frankfurt und die Entwicklung von den Anfängen im Jahr 1901 bis zum heutigen Familienzentrum Monikahaus.
Generalvikar Dr. Wolfgang Pax würdigte in einem Grußwort das Engagement der haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen. Mit Blick auf die Gründungsurkunde des Fürsorgevereins von 1901 stellte er den Auftrag heraus, Menschen "mit Rat und Tat" zu unterstützen. Dabei gehe es darum, Menschen zu ermutigen und ihnen die Freiheit zu lassen, ihren eigenen Weg zu gehen. Dieser Auftrag sei bis heute aktuell.
Was bedeutet soziale Gerechtigkeit heute?
Den Blick nach vorn richtete die Podiumsdiskussion mit Yvonne Fritz, Vorständin des SkF Gesamtvereins e.V., Christiane Moser-Eggs, Leitung der katholischen Stadtkirche Frankfurt am Main, Dr. Susanne Pauser, Vorständin Personal und Digitales des Deutschen Caritasverbandes e.V., Generalvikar Dr. Wolfgang Pax, Bistum Limburg, Sonja Peichl, Geschäftsführerin der ODDO BHF Stiftung, und Stadträtin Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main. Moderiert wurde das Gespräch von Nura Froemel, Vorsitzende des Rats der Religionen Frankfurt.
Ausgehend vom historischen Auftrag der SkF-Gründerin Agnes Neuhaus ging es um die Fragen, wie sich soziale Notlagen verändert haben, welche Antworten soziale Arbeit heute braucht und wie gesellschaftliche Verantwortung künftig gestaltet werden kann.
Yvonne Fritz erinnerte daran, dass Agnes Neuhaus früh erkannt habe, wie wichtig es sei, Not wahrzunehmen, professionell zu handeln und Kräfte zu bündeln. "Wir müssen uns verbünden", lautete eine ihrer zentralen Botschaften. Dr. Susanne Pauser fasste den Auftrag sozialer Arbeit mit den Worten "Not sehen, verstehen und handeln" zusammen. Zugleich verwies sie auf neue Herausforderungen wie digitale Gewalt und die wachsende Komplexität von Lebenslagen.
Deutlich wurde: Soziale Herausforderungen lassen sich nicht von einer einzelnen Institution bewältigen. Gefragt sind Kooperationen zwischen Wohlfahrtsverbänden, Kirche, Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Zivilgesellschaft. Sonja Peichl sprach sich für "komplett neue Formen der Zusammenarbeit" aus. Elke Voitl betonte die Bedeutung sozialer Infrastruktur für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie. Soziale Arbeit sei eine "grunddemokratische Aufgabe". Ihr Anspruch: "Die Hilfe muss zu den Menschen kommen."
Ein Jubiläum mit Begegnung und guter Stimmung
So vielfältig wie das Monikahaus selbst war auch die Jubiläumsfeier. Neben den inhaltlichen Impulsen kam das gemeinsame Feiern nicht zu kurz. Das Improvisationstheater Impro13 sorgte mit Spontaneität und Augenzwinkern für zahlreiche Lacher. Und spätestens als die Mädchen aus den Wohngruppen unter der Leitung von Jasmin Hochwimmer, Betreuerin in der Wohngruppe 2, auf der Bühne "Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm" tanzten, war der ganze Saal in bester Feierstimmung.
Mit Kraft und Mut in die Zukunft
"125 Jahre SkF Frankfurt" sind 125 Jahre Engagement vieler Menschen, betonte Brigitte Weber. Der SkF Frankfurt dankt allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, ehemaligen Vorständen, Kooperationspartner, Unterstützer und Wegbegleiter, die die Arbeit des Vereins über viele Jahre mitgetragen und mitgestaltet haben.
Ein besonderer Dank gilt den Podiumsgästen Yvonne Fritz, Christiane Moser-Eggs, Dr. Susanne Pauser, Dr. Wolfgang Pax, Sonja Peichl und Elke Voitl sowie der Moderatorin Nura Froemel für ihre Zeit, ihre Perspektiven und die engagierte Diskussion.
125 Jahre SkF Frankfurt - gestern, heute, morgen: mit Kraft, mit Mut und vor allem mit Menschlichkeit.
V.l. Dr. Wolfgang Pax, Generalvikar des Bistums Limburg, •Dr. Susanne Pauser, Vorständin Personal und Digitales des Deutschen Caritasverbandes e. V, •Stadträtin Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit Frankfurt a.M, Sonja Peichl, Geschäftsführerin der ODDO BHF Stiftung, Christiane Moser-Eggs, Leitung kath. Stadtkirche Frankfurt, Yvonne Fritz, Vorständin des SkF Gesamtvereins e. V., Heike Sienel, Geschäftsführerin des SkF Familienzentrum MonikahausSkF e.V. Frankfurt