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Satzung SkF Gesamtverein e.V. (pdf, 152 kB)

beschlossen durch die Delegiertenversammlung des SkF Gesamtverein e.V. am 23. Juni 2010 in Hildesheim. © SkF  


Satzung für Ortsvereine (pdf, 128 kB)

beschlossen durch die Delegiertenversammlung des SkF e.V. am 9. Mai 2007 in Weimar. © SkF 


Richtlinien für die Vergabe für Ehrungen und Auszeichnungen des SkF (pdf, 78 kB) 
Stand: Februar 2010


Download Leitbild (pdf, 31 kB) © SkF

 
Vereinsemblem / SkF Logo

Gedankenanstöße zum Vereinsemblem des SkF - eine meditative Interpretation. Text von Dr. Gisela Sauter-Ackermann  (pdf-Datei, 96 kB). In: Korrespondenzblatt Heft 2, April - Juni 1994, Hrsg. SkF e.V.

Zum Redesign des SkF Logos: Die Delegiertenversammlung hat im Juni 2014 ein Redesign des SkF Logos beschlossen. Laut Beschluss tritt dieses am 01.01.2015 in Kraft. Alle ab dem 01.01.2015 neu zu erstellenden Materialien sowie die Internetseiten müssen das veränderte Logo tragen. Die bestehenden Materialien können im Rahmen einer Übergangszeit bis zum 31.12.2016 verwendet werden.

 
Leitbild  

Zum Selbstverständnis des SkF

Der SkF als Fachverband
Der SkF als Frauenverband
Der SkF als Verband in der Kirche
Verbands- und Organisationsstruktur des Sozialdienst katholischer Frauen

Vorbemerkung

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist seit seiner Gründung durch Agnes Neuhaus im Jahre 1899 ein Sozialverband von Frauen in der Kirche. Von Beginn an ist er eine freie Initiative von Frauen, die Kirche und Welt aktiv mitgestalten. Er ist entstanden aus der eigenständigen kirchlichen Verantwortung von Frauen, die schon am Ende des 19. Jahrhunderts ihr Vereinigungs- und Versammlungsrecht in der Kirche wahrnahmen, und nicht durch einen Auftrag oder ein Mandat der Bischöfe. Am Anfang der Arbeit stand der religiöse Impuls: durch Hinwendung zum notleidenden Menschen den Glauben in die Tat umzusetzen.

Die Gründerinnen erkannten, dass es besondere Notsituationen von Frauen gab, in denen die Hilfe anderer Frauen notwendig war. Frauen wollten Frauen helfen.

Die Arbeit des Verbandes orientierte sich an den Prinzipien von Personalität, Solidarität und Subsidiarität. Damit entspricht die Gründungsidee der katholischen Soziallehre und ist heute so modern wie damals.

Die Gründungsideen des SkF zu verstehen und sie gleichzeitig für unsere Zeit neu zu formulieren, war Gegenstand intensiver verbandsinterner Diskussionen über das Selbstverständnis des Verbandes und führte zur Formulierung des folgenden Leitbildes:

Der Sozialdienst katholischer Frauen als Fachverband

Die Gründungsidee von Agnes Neuhaus, dass es Armuts- und Notsituationen gibt, von denen Frauen besonders betroffen sind, ist auch heute noch aktuell.

Aufgabe des SkF ist es daher, dem Gründungskonzept entsprechend, insbesondere Frauen, Mädchen und Kindern, aber auch generell Familien und jugendlichen in Armut und Not zu helfen. Der SkF arbeitet auf folgenden sozialen Feldern:

  • Beratung und Hilfe im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe
    Sozialpädagogische Familienhilfe
    Adoptions- und Pflegekinderdienst
    Auslands-Adoptionsdienst
    Tagespflege
    Vormundschaften für Minderjährige
    Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Beratung und Hilfe für Frauen und Familien in besonderen Not- und Konfliktsituationen
    Schwangerschaftsberatung und Schwangerschaftskonfliktberatung
    Flankierende Hilfe
    Mutter-Kind-Einrichtungen
    Arbeit mit Alleinerziehenden
    Beratung bei Trennung und Scheidung
    Frauenhäuser
    Familienberatung, allgemeine Sozialberatung
  • Beratung und Hilfe für gefährdete Frauen und für Familien
    Schuldnerberatung
    Wohnungslosenhilfe
    Soziale Brennpunkte
    Straffälligenhilfe
    Beratung und Hilfe für Prostituierte
    Beratung und Hilfe für HIV-infizierte und AIDS-kranke Frauen und Kinder
  • Beratung und Hilfe für psychisch Kranke und Betreuung nach BtG
  • Beratung und Hilfe für Menschen mit Behinderungen
    Einrichtungen der Hilfe für Menschen mit Behinderungen

Die Nähe des SkF zu seinen Klientinnen und Klienten lässt ihn neue Notsituationen schnell erkennen und darauf flexibel mit neuen Ideen reagieren. Der SkF berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Lebenswelten der in Not befindlichen Frauen.

In seiner langen Geschichte hat sich der Verband ein hohes Maß an Sachverstand und Erfahrung angeeignet. Sein Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet, dass seine soziale Arbeit an den Selbsthilfekräften und Ressourcen seiner Klientel orientiert ist und diese unterstützt und fördert. Weiterhin gilt der Prävention besondere Aufmerksamkeit.

Der SkF initiiert innovative Konzepte und Modellprojekte. Er arbeitet mit an der Förderung und Weiterentwicklung der sozialen Facharbeit in Kirche, Staat und Gesellschaft im Sinne kirchlicher Caritas und der katholischen Lehre. Im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben arbeitet er verbandspolitisch in Kirche und Gesellschaft.

Seinen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen bietet er Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die verschiedenen Funktions- und Arbeitsfelder des Verbandes.

Der Sozialdienst katholischer Frauen als Frauenverband

Die Geschichte des SkF als Frauenverband wurzelt in der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts. Schon früh erkannten die Gründerinnen, dass soziale Bedingungen wie Armut oder Arbeitslosigkeit Frauen häufig besonders hart treffen. Hier aus christlichem Engagement und aus humanitären Überlegungen individuell zu helfen, war der Anfangsimpuls des SkF. Dabei erfuhren diese Frauen, dass sie über die individuelle und aktuelle Hilfe hinaus größere Initiativen und Projekte entwickeln und verwirklichen konnten, um so soziale Verhältnisse zu verändern. Der persönliche Ansatz erweiterte sich zur politischen Aufgabe. Diese Frauen entdeckten und erfuhren Frauensolidarität, die Freude an der gemeinschaftlichen Arbeit, an ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Die Frauen des SkF sind wachsam, um physische, psychische und materielle Not, um Unterdrückung, Misshandlung, Armut und Ungerechtigkeit zu erkennen. Sie reagieren darauf mit Solidarität für die Schwachen und die Benachteiligten; sie bieten Hilfe an, sie informieren die Öffentlichkeit und vertreten auch Interessen von Frauen, die selbst zu dieser Vertretung nicht in der Lage sind. Arme, in Not geratene Frauen zu unterstützen und sie nach Möglichkeit zur Selbständigkeit und zur Wahrnehmung ihrer Rechte zu befähigen, ist das Ziel des Sozialdienst katholischer Frauen.Der SkF wird heute von ehrenamtlich und hauptberuflich im Verband tätigen Frauen getragen und ist damit Teil einer demokratisch und pluralistisch organisierten Gesellschaft. Die Frauen im SkF sehen, dass viele Frauen in unserer Gesellschaft gegenüber Männern ungleich behandelt werden. Nach wie vor gibt es die Benachteiligung von Frauen in Familie und Beruf. So engagieren sich die Frauen im SkF zusammen mit anderen kirchlichen , politischen und sozialen Frauenverbänden auf unterschiedlichen politischen Ebenen dafür, dass die Interessen von Frauen bei allen Entscheidungen berücksichtigt und ernst genommen werden. Sie beachten dabei die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und setzen voraus, dass Frauen, trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe im einzelnen, in Familie, Beruf und Gesellschaft gleichermaßen aktiv sein wollen.

Im SkF arbeiten ehrenamtlich und hauptberuflich tätige Frauen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es im Verband nur ehrenamtlich, das heißt freiwillig und unbezahlt tätige Frauen. Sie bemühten sich um qualifizierte Sozialarbeit, gründeten Schulen und entwickelten damit die professionelle Sozialarbeit. Der Verband wird - auf allen Ebenen - ausschließlich von Frauen geleitet und gewinnt auch dadurch ein modernes, spezifisches Profil. Ein besonderes Merkmal ist die Wahrnehmung von Vorstandstätigkeit durch ehrenamtliche Vorstände, die die örtlichen Vereine führen und leiten. Ehrenamtlich im Verband tätige Frauen bringen ihre beruflichen, persönlichen und spirituellen Fähigkeiten in die Gesamtarbeit des Verbandes ein, so dass sich ehrenamtliche und hauptberufliche Arbeit ergänzen. Die gesamte professionelle Sozialarbeit des Verbandes wird dadurch bereichert und erweitert. Gemeinsam bilden die bei den Gruppen die personelle Basis des Verbandes und sind für eine fruchtbare Arbeit aufeinander verwiesen. Beide Gruppen engagieren sich gleichermaßen mit ihren fachlichen und persönlichen Qualifikationen für den Verband und seine Aufgaben, sie stehen gemeinsam im Dienst besonders für Frauen, Mädchen und Kinder, für Familien und Jugendliche, die ihre Hilfe brauchen.Der SkF ist für alle Frauen offen, die mitarbeiten möchten und seine ideelle Richtung mitzutragen bereit sind. Er gibt den Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und weiterzubilden. Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Lebensbereichen können ehrenamtlich auf vielen Arbeitsfeldern des Verbandes mitwirken. Das Spektrum der vorhandenen Aufgaben lässt es zu, dass die ehrenamtliche Arbeit nach der zur Verfügung stehenden Zeit und nach inhaltlich individuellen Neigungen und Fähigkeiten gestaltet werden kann. In der ehrenamtlichen Arbeit sind vor allem Lebenserfahrung, Alltagskompetenz und Spontaneität gefragt als Voraussetzung für die Mitgestaltung und die Veränderung gesellschaftlicher Situationen und Verhältnisse.

Da die Frauen im Verband von Beginn an Ausmaß und Wirkung der ehrenamtlichen Arbeit kennen, wollen sie erreichen, dass diese Tätigkeiten für die Altersversorgung, das Steuerrecht und für den Wiedereinstieg in den Beruf anerkannt und somit ihrer Bedeutung entsprechend aufgewertet werden.Der SkF bietet als Frauenverband im Rahmen seiner Möglichkeiten frauengerechte Arbeitsplätze und bemüht sich darum, dass die Mitarbeiterinnen Beruf und Familie vereinbaren können. Ausdruck dieses Bemühens ist u.a., dass Teilzeit-Arbeitsplätze geschaffen werden, dass die Arbeitszeit flexibilisiert und generell überlegt wird, wie Mitarbeiterinnen die Doppelbelastung in Familie und Beruf tragen können, damit Konflikte und Überlastungen vermieden oder wenigstens verringert werden.

Der Sozialdienst katholischer Frauen als Verband in der Kirche

Der SkF ist ein Frauen- und Fachverband in der Kirche. Auf der Grundlage des Evangeliums verwirklicht er den caritativen Auftrag der Kirche und stellt damit eine ihrer zentralen Wesensäußerungen dar. Er setzt sich vor allem für Frauen am Rande der Gesellschaft ein, für Frauen, die sich ausgegrenzt fühlen und benachteiligt werden.

Der SkF arbeitet mit an der Gestaltung und der Verbesserung innerkirchlicher Strukturen. Er tritt ein für die Stärkung der Rolle der Laien, insbesondere der Rolle der Frauen in der Kirche, für ihre angemessene Beteiligung an kirchlichen Leitungsaufgaben und in kirchlichen Gremien - vor allem in den Bereichen, in denen die Frauen Anwälte ihrer Klientinnen und Klienten sind.

Frauen arbeiten in vielen kirchlichen Bereichen mit der ihnen eigenen Begabung, mit ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten, mit einer frauenspezifischen Problemsicht und übernehmen Verantwortung. Im Sinne einer geschwisterlichen Kirche stärken die Frauen im SkF das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit von Frauen gerade in der Kirche und für ihre Rechte dort. Dadurch leisten sie einen Beitrag dazu, das Interesse vor allem junger Frauen und Frauen der mittleren Generation für Kirche zu fördern.

Die Gemeinschaft des SkF ist offen für Frauen aus unterschiedlichen Lebens- und Glaubenssituationen und mit unterschiedlichen Talenten. Sie legt Wert auf eine lebendige Kultur der Kommunikation innerhalb des Verbandes, die Gemeinschaft ermöglicht den individuellen Gaben Entfaltungsräume öffnet und Spiritualität in vielfältigen und unterschiedlichen Formen zulässt.

Verbands- und Organisationsstruktur des Sozialdienst katholischer Frauen

Der SkF ist ein anerkannter zentraler katholischer Fachverband im Deutschen Caritasverband, der seine satzungsgemäße Tätigkeit selbständig ausübt.

Er hat seinen Standort und seine Funktion im Spannungsfeld von öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege, aber auch im Gesamtgefüge katholischer Fachverbände.

Als eigenständiger Fachverband fordert er für seine Aufgabenbereiche gegenüber der öffentlichen Wohlfahrtspflege, aber auch gegenüber dem Caritasverband und den anderen Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips ein.

Rechtlich ist der SkF ein Gesamtverein; alle Ortsvereine in Deutschland sind seine Untergliederungen, obwohl sie eingetragene Vereine sind. Der Gesamtverein hat seinen Sitz in Dortmund und unterhält dort seine Verbandszentrale.

In den Diözesen bestehen Zusammenschlüsse der jeweiligen Ortsvereine. Darüber hinaus ist der Sozialdienst katholischer Frauen - Landesstelle Bayern e. V. - der Landesverband aller Ortsgruppen des SkF in Bayern und deren überdiözesane Vertretung. Der Verein hat nur persönliche Mitglieder; die Mitglieder der Ortsvereine sind gleichzeitig Mitglieder des Gesamtvereins.

Der Verein beruht auf den Prinzipien der Ehrenamtlichkeit und des Zusammenwirkens der ehrenamtlich und hauptberuflich für den Verein Tätigen, die sich gegenseitig ergänzen. Ehrenamtliche Vorstände führen und leiten die örtlichen Vereine.

In den Ortsvereinen bietet der SkF seinen Mitgliedern und allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, am gesamten Spektrum der Aufgaben des Verbandes teilzuhaben.

Stand: 3. geringfügig veränderte Auflage 1999