Neue Chancen für die Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit

40 Mio. € zusätzliche Finanzmittel vom Bund auch für Modellvorhaben

Mit der Verabschiedung des Bundeshaushaltes stehen zusätzliche Finanzhilfen an die Länder für Modellvorhaben im Rahmen des Programms Soziale Stadt in Höhe von 40 Mio. € zur Verfügung. Für diese Bundsmittel soll in einem wettbewerbsorientierten Verfahren zugelassen werden, „dass sie auch für Modellvorhaben in den Gebieten der Sozialen Stadt und dann auch für Zwecke wie Spracherwerb, Verbesserung von Schul- und Bildungsabschlüssen, Betreuung von Jugendlichen in der Freizeit sowie im Bereich der lokalen Ökonomie wie Gründerzentren eingesetzt werden können“.
Es geht darum, dass sich die Kommunen zusammen mit den freien Trägern um die Entwicklung von Modellvorhaben kümmern. Dabei muss auf der örtlichen Ebene wiederum ein Drittelanteil aufgebracht werden. Dieser kann bezogen auf die 40 Mio. € Zusatzmittel im Rahmen von Modellprojekten auch durch Dritte (nicht öffentliche Träger) erbracht werden. Es sollen insbesondere solche Projekte gefördert werden, die durch bestehende (Fach-) Programme nicht oder nicht ausreichend förderfähig waren, die neue Entwicklungspartnerschaften in den Quartieren und für die Stadtteile hervorbringen bzw. nachhaltig festigen und die besondere Impulse setzen bzw. besondere Qualität entwickeln, die den langfristigen Erfolg von Integrierten Entwicklungskonzepten (IEK) und Lokalen Aktionsplänen (LAP) zu sichern.
Mit diesem Programm ist die Aufnahme neuer Standorte möglich. Insbesondere die klassischen Sozialen Brennpunkte und (ehem.) Obdachlosensiedlungen sind vielerorts nicht in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Die Aufstockung bietet hier die Chance, diese Gebiete nicht noch weiter von der gesamtstädtischen Entwicklung abzuhängen. Im ländlichen Raum kann mit der Einbindung des Sozial- und Jugendhilfeträgers (Landkreis) über die Auswahl neuer Standorte nachgedacht werden.

Quelle: Informationsservice vom Referat Jugendhilfe DCV vom 4.4.2007, lfd. Nr.06/07
Info Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit