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EU-Projekt „ESCAPE“ in Luxemburg (3. Konferenz vom 02. bis zum 04. Mai 2007)
Ausgangspunkt dieser Konferenz vom 02. bis zum 04. Mai 2007 in Luxemburg waren die Arbeitsergebnisse des Treffens in Litauen. Zur Erinnerung, Hauptziel der Lernpartnerschaft ist es, eine Grundlage für die Entwicklung und Erprobung von gemeinsamen europäischen Qualifizierungsmodulen für die Zielgruppe zu schaffen. Die Tabelle mit den Leitsätzen und Grundthemen der drei Partner wurde Punkt für Punkt diskutiert und mündet in der Formulierung einer gemeinsamen Position.
Am Donnerstag, 3. Mai 2007, wurde eine Maison Relais, d. h. eine Ganztagesbetreuungseinrichtung für Kinder in Bastendorf besichtigt. Die Leiterin der Einrichtung gab einen Einblick in die Funktionsweise der Einrichtung. Die Maison Relais sind eine rezente Neuentwicklung des luxemburgischen Familienministerium, um den Eltern die Vereinbarung von Familie und Beruf zu erleichtern.
Anschließend kam es zu einer Diskussion mit einer ehemaligen FOGAflex-Teilnehmerin, die nun als qualifiziertes Hilfspersonal in eben dieser Maison Relais fest angestellt ist (Qualifizierung von arbeitslosen Frauen zu Hilfserzieherinnen, EQUAL-Projekt). Die Konferenzteilnehmer hatten die Gelegenheit, der ehemealigen FOGAflex-Teilnehmerin konkrete Fragen zur Ausbildung zu stellen. Ziel des Fogaflex Projektes ist es auf der einen Seite Familie und Beruf zu vereinbaren, auf der anderen Seite Arbeitsplätze in Kindertagesstätten für Berufsrückkehrer zu schaffen. Näheres finden Sie unter http://qualiflex.lu/pages/cont_template2.php?id=12.
Am Nachmittag kam es dann zu einem interessanten Austausch mit den Leiterinnen von “Femmes en détresse” („Frauen in Not“), einer Frauenorganisation, wobei es vorwiegend über das von Femmes en détresse betriebene Frauenhaus und die Ausbildung von Frauen zur Reintegration auf den Arbeitsmarkt ging. Herr Bender vom SkF hat als Fazit sehr treffend gemeint, Luxemburg solle auf jeden Fall an seinem aktuellen sozialen Model festhalten und die Integration von niedrig qualifizierten Arbeitskräften nicht exklusiv auf die Privatwirtschaft abschieben, so wie es von der Regierung vorgesehen wird (projet de loi 5611, Gesetzesprojekt 5611). Denn eines der Hauptziele des Projektes ist es, die Bedeutung von lebenslangem Lernen im Rahmen der Lernpartnerschaft unter dem Aspekt der sozialen Ausgrenzung zu vertiefen. Ausbildung für niedrig qualifizierte Frauen sollte nicht bloß als arbeitsmarktpolitisches Instrument verstanden werden, sondern auch als positiver Beitrag zum sozialem Zusammenhalt und funktionierenden zivilgesellschaftlichen Strukturen.
Am Abend wurde dann noch die Ausstellung ALL WE NEED besucht, die im Rahmen Luxemburg Kulturhaupt-stadt 2007 in der Halle des Soufflantes auf dem Site Belval in Esch-sur-Alzette stattfindet.
 Konferenzteilnehmer der 3. Konferenz des Projekts „ESCAPE“ in Luxemburg

EU-Projekt „ESCAPE“ in Litauen (4. Konferenz vom 11. bis zum 13. Februar 2008)
Ausgehend von den gemeinsamen Leitsätzen, die in der Konferenz in Luxemburg diskutiert und festgelegt wurden, wurde in der 4. Konferenz ergebnisorientiert die Drucklegung der Arbeitsergebnisse des Projekts „ESCAPE“ festgelegt.
Neben einer intensiven Diskussion über die Erprobungsmöglichkeiten der gemeinsamen Leitsätze, hatten die Teilnehmer der Konferenz die Möglichkeit zur Besichtigung des litauischen Parlaments. Im Zuge dieses Besuchs wurden die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer vom Vorsitzenden des Sozialausschusses des litauischen Parlaments, dessen Stellvertreter und seinem kompletten Mitarbeiterstab empfangen. In einem fast zweistündigen Gespräch konnte das Projekt „ESCAPE“ mit seinen Arbeitsergebnissen vorgestellt werden, wobei auch Gelegenheit geboten wurde, über die allgemeine soziale Entwicklung sowie die Verbändestruktur in Litauen zu diskutieren.
Nach einer hoch interessanten und angeregten Diskussion, würdigte der stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses Jonas Cekuolis, dass besondere Engagement der Partner aus Luxemburg, Deutschland und Litauen in diesem europäischen Projekt. Mit besonderem Interesse wurde zur Kenntnis genommen, dass sich aus diesem europäischen Projekt ein Projekt in Litauen entwickelt hat, welches insbesondere durch die Beteiligung des deutschen Partners ermöglicht werden konnte.
Mit einem straffen Zeitplan wird nun die Drucklegung der Ergebnisse vorbereitet und nach Endredaktion in der 5. Konferenz in Deutschland, in der 6. Konferenz in Luxemburg einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Partner im Projekt „ESCAPE“ vor dem Vorsitzenden, Mitgliedern und MitarbeiterInnen des Sozialausschusses des Parlaments der Republik Litauen.
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