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Armutsprävention
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2010 wird das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Damit wird die von der EU eingegangene Verpflichtung bekräftigt, die Beseitigung der Armut bis 2010 entscheidend voranzubringen. 17 Mio. Euro sind zur Förderung eingesetzt.
Dabei folgte sie der bereits seit Jahren fixierten Sozialagenda, die die wesentliche Beschlüsse, Ziele und Instrumente zur Bekämpfung der Armut zusammenfasst. Die Europäische Kommission konkretisiert nun wie folgt ihre Absichten:
- Anerkennung des Rechtes der von Armut und sozialer Ausgrenzung Betroffenen auf ein Leben in Würde und auf umfassende Teilhabe an der Gesellschaft;
- verstärkte Identifizierung der Öffentlichkeit mit Strategien und Maßnahmen zur Förderung der sozialen Eingliederung durch Betonung der Verantwortung, die jeder Einzelne im Kampf gegen Armut und Marginalisierung trägt;
- Förderung eines stärkeren sozialen Zusammenhalts, damit niemand mehr daran zweifelt, dass die gesamte Gesellschaft von einer Beseitigung der Armut profitiert.
In dem Vorschlag der Europäischen Kommission für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (2010) KOM(2007) 797 endgültig werden folgende spezielle Ziele fixiert:
- Anerkennung
Anerkennung des Rechts der von Armut und sozialer Ausgrenzung Betroffenen auf ein Leben in Würde und auf umfassende Teilhabe an der Gesellschaft;
- Identifizierung
verstärkte Identifizierung der Öffentlichkeit mit Strategien und Maßnahmen zur Förderung der sozialen Eingliederung durch Betonung der Verantwortung, die jeder Einzelne im Kampf gegen Armut und Marginalisierung trägt;
- Zusammenhalt
Förderung eines stärkeren sozialen Zusammenhalts durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Vorteile, die für jeden mit einer Gesellschaft verbunden sind, in der es keine Armut mehr gibt und in der niemand an den Rand gedrängt wird;
- Engagement
Bekräftigung des starken politischen Engagements der EU für die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und Förderung dieses Engagements auf allen Entscheidungsebenen.
Folgende Themen sollen dabei im Mittelpunkt stehen:
- Kinderarmut und “Vererbung” von Armut;
- ein integrativer Arbeitsmarkt;
- eingeschränkter Zugang zur allgemeinen und beruflichen Bildung;
- geschlechtsspezifische Dimension der Armut;
- Zugang zu Grundversorgungsleistungen;
- Überwindung von Diskriminierungen und Förderung der Integration von Zuwanderern sowie der Eingliederung ethnischer Minderheiten in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt;
- Eingehen auf die Bedürfnisse behinderter Menschen und sonstiger gefährdeter Gruppen.
Weitere wichtige Texte:
Arbeitspapier der Kommission im Anhang des Vorschlags - Folgenabschätzung
Eine integrativere Gesellschaft für ein stärkeres Europa / Der europäische Prozess für Sozialschutz und soziale Eingliederung
Quelle: gekürzter Artikel von Roland Klose (Geschäftsführer der Nationalen Armutskonferenz) im DW EKD Fach-Informationsdienst KW 06/2008 vom 30.01.2008
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