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Polizei zu Besuch im SKFM-Flüchtlingsfrauen-Treff
Mettmanner Flüchtlingsfrauen-Treff

Unter den Flüchtlingen, die im Kreis leben, sind bis zu 30 % Frauen. Krieg und Vertreibung, die außergewöhnliche Situation in einem fremden Land, die beengte Wohnsituation, oft gemeinsam mit fremden Männern, erschweren den Neuanfang in einer ihnen unbekannten Kultur. Viele Flüchtlingsfrauen konnten zudem in der bisherigen Aufenthaltszeit in Deutschland kaum soziale Kontakte knüpfen.
Wir sehen, dass die Frauen besondere Unterstützung benötigen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ein eigenständiges Leben zu führen.

Flüchtlingsfrauen-Treff im „statt Laden“
Erste Anlaufstelle für Frauen in der neuen Heimat kann das Frauen-Café an der Neanderstraße 68-72 schräg gegenüber dem Rathaus sein. Immer dienstags zwischen 14 und 17 Uhr treffen sich Flüchtlingsfrauen im „statt Laden“ des SKFM Mettmann. Dieses Angebot steht jeder Frau offen, unabhängig von Aufenthaltsstatus, Nationalität oder Konfession, und dient dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch. Die Themen sind vielfältig und oftmals frauenspezifisch, wie beispielsweise zu Schwangerschaft und Geburt, aber auch allgemein zu den Lebensbedingungen und der Kultur in Deutschland, zur Erweiterung des deutschen Sprachvermögens, zur allgemeinen Information und konkreter Unterstützung.
Ziel ist es, ihnen alltagspraktische Hilfen für ihr Leben in Deutschland zu vermitteln und sie auf dem Weg zu eigenständigem Handeln im fremden Land zu unterstützen. Daher ist immer ein Programmpunkt vorbereitet, der informativ, lehrreich oder auch entspannend sein kann.

Polizeilicher Flüchtlingsbeauftragte zu Besuch
Viel Aufmerksamkeit bekam beispielsweise der Flüchtlingsbeauftragte der Polizei, der verständlich die Aufgaben und Arbeitsweise seiner Institution vorstellte. Ausführlich beantwortete er die interessierten Fragen der Besucherinnen und erklärte die Rechte und Pflichten der Polizei und die der Bürgerinnen und Bürger.
Hintergrund der Einladung war die Erfahrung der SKFM-Mitarbeiterinnen, dass Frauen oftmals kein Vertrauen zu der Polizei haben, da schon der Anblick einer Uniform belastende Erinnerungen wecken kann.
Der Flüchtlingsbeauftragte setzte dem Erlebten positive Aspekte entgegen und schuf Vertrauen in die Polizeiarbeit als Teil unseres Unterstützungssystems. Er ermunterte die Zuhörerinnen, im Bedarfsfall aktiv polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Mit Hilfe der beiden Übersetzerinnen für afghanisch und arabisch entwickelte sich ein reges Gespräch zwischen den Teilnehmerinnen und dem Kriminalkommissar, an dem sich auch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des SKFM mit großem Interesse beteiligten. Dank des engagierten Einsatzes der Ehrenamtlichen ist der Raum an jedem Dienstag einladend vorbereitet, Erwachsene und Kinder werden liebevoll begleitet.

Lilo Löffler, Geschäftsführung