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Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Ortsverein Osnabrück
Johannisstraße 87
49074 Osnabrück

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Da sein, Leben helfen  

Angebote für geflüchtete Menschen
Projekt Step by Step – Gut ankommen in Osnabrück

Im Projekt Step by Step - gut ankommen in Osnabrück - heißen wir Asylbewerber und geflüchtete Menschen, besonders Familien und Frauen, herzlich willkommen, die sich aus ihrer Heimat auf den Weg nach Deutschland gemacht haben und sich jetzt in Osnabrück ein neues Zuhause aufbauen. In unserem Treffpunkt besteht die Möglichkeit zum Austausch, zur Beratung und zur Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten.

Im Januar 2016 starteten wir an zwei Terminen pro Woche mit dem „first step“ - dem Treffpunkt „Step by Step“. Nach den ersten Öffnungszeiten war schnell klar, dass Dolmetscher_innen geworben werden müssen, weil die sprachliche Barriere zu Kommunikationshemmnissen führte. Es konnten schnell Übersetzer_innen (teilweise ehrenamtlich) für die Sprachen türkisch, arabisch und kurdisch gefunden werden. Durch diese multilinguale Unterstützung war eine einfachere und bessere Begegnung im Treff möglich und so konnten erste Anliegen, Problemlagen und Hilfebedarfe der Treff-Besucher formuliert und umgesetzt werden. Flüchtlingsfrauen und ihre Familien kommen mit einer Vielzahl an Fragen in den Treff. Sie bekommen Hilfestellung durch Beratung, Vermittlung, praktische Tipps, etc. („second step“). Ergibt sich daraus ein weiterer, intensiverer Hilfebedarf, greift zusätzlich der „third step“ – die Begleitung der Frauen und Familien durch ehrenamtliche Helfer_innen bzw. Weitervermittlung ins Netzwerk der Beratungsstellen und Hilfsangebote vor Ort im Quartier.

Während es den Besucher_innen in der ersten Zeit vorrangig darum ging, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und Themen wie Aufenthaltsstatus und Wohn- und Finanzsituationen zu klären, war nach einem halben Jahr eine Entwicklung/Veränderung der Themen erkennbar. Danach ging es vor allem um die Themenbereiche Gesundheit, Schwangerschaft (es wurden drei Besucherinnen im Laufe des Jahres schwanger und bekamen ihre Kinder), Sprachkursmöglichkeiten, Freizeitgestaltung (gemeinsamer Kinobesuch), Spielplatzbesuch, Besuch der Entbindungsstation, Verständnis der christl. Kultur (Besuch der Johanniskirche in der Weihnachtszeit), Besuch einer Hebamme zur Geburtsvorbereitung. Parallel dazu wurden weiterhin behördliche Fragen geklärt, z.B. Einmalzahlungen des Jobcenters.  

Nach der ersten Ankommens- und Orientierungsphase wurde das Integrationsbestreben der Besucher_innen deutlich. Die Sicherheit, das Vertrauen und der offene Umgang in der Kerngruppe der Besucher_innen führen zur Stärkung der Frauen und ihrer Familien. Zentral wichtig für eine gelingende Integration ist die Komm-Struktur des Treffs und die Vertrauensarbeit durch die pädagogische Fachkraft. Seit der Öffnung Anfang 2016 wurden 18 Familien mit insgesamt 25 Kindern betreut. Die Landesförderung aus dem Programm „Gut ankommen in Niedersachsen“ wird durch Mittel der Stadt Osnabrück und Spendenmittel ergänzt und im zweiten Jahr fortgeführt.

Joy Prior, Öffentlichkeitsarbeit